Ayurvedischer Chutney Workshop

Eine befriedigende Mahlzeit sollte alle sechs Geschmacksrichtungen beinhalten. Das zumindest sagt der Ayurveda. Befriedigend heisst hier, dass du dich nach dem Essen nicht nur satt fühlst sondern auch so etwas wie ein Glücksgefühl eintritt. Eine gute Freundin von mir sagt nach dem Essen dann jeweils: „My belly feels so happy!“. Das trifft’s ganz genau und das ist auch meine Erfahrung.

Die 6 Geschmacksrichtungen sind folgende (in den Klammern findest du jeweils einige Beispiele für Nahrungsmittel, die die jeweilige Geschmacksrichtung vertreten):

  • süss (Getreide, süsse Gemüse, Pouletfleisch)
  • sauer (Zitrusfrüchte, Essig, Tamarinde)
  • salzig (Steinsalz, Meersalz)
  • scharf (schwarzer Pfeffer, Chili, Ingwer)
  • bitter (Salat, Gartenkräuter, bittere Gemüse
  • zusammenziehend/herb (Gartenkräuter, Schwarztee, Kurkuma)

Damit in einer Mahlzeit all diese Geschmäcker vorhanden sind, wenden die Inder einen kleinen, aber sehr wirkungsvollen Trick an: Sie essen zu ihren Mahlzeiten (die oft aus Linsen, Gemüse und Reis bzw. Fladenbrot bestehen) noch ein Chutney. Das ist eine marmeladenartige Sauce, die zu gleichen Teilen süss, salzig und scharf ist. Viele Chutneys vereinen sogar alle sechs Geschmacksrichtungen – wie zum Beispiel das Mango-Chutney, dessen Rezept du weiter unten findest.

Natürlich wissen nicht nur die Inder, wie eine Mahlzeit schmecken muss, die dich glücklich macht. Schauen wir mal bei den Italienern: Zur Pasta (süss) mit Gemüse (süss und bitter – oder sogar sauer, wenn’s Tomaten sind) gibt’s Salat (bitter und zusammenziehend), der mit Olivenöl (süss und manchmal auch bitter) und Essig (sauer) angemacht wird. Schwarzer Pfeffer (scharf) und Salz fehlen dabei nie und schon ist das Menu komplett. Jeder gute Koch achtet bewusst oder unbewusst auf die Geschmäcker, aber in den meisten Kochkursen wird das leider nicht gelehrt. In AYUH’s

 

 

Letzte Woche haben wir dir die Rasas im Ayurveda vorgestellt. Heute haben wir 2 leckere Chutney-Rezepte für dich, die alle 6 Geschmacksrichtungen vereinen! Chutneys können aus Früchten, Gemüse, Gewürzen, Kräutern oder Nüssen zubereitet werden. Je nach Vorliebe und Konstitution werden sie eher fruchtig-mild, säuerlich oder scharf gewürzt. Jedes Ayurveda-Chutney beinhaltet immer alle 6 Geschmacksrichtungen – deshalb ist ein Chutney ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen ayurvedischen Mahlzeit. Selbstgemachte Chutneys können problemlos für einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wer beruflich unterwegs ist oder wer am Arbeitsplatz ein fades Kantinenessen aufpeppen möchte, dem empfehle ich ein Gläschen „home-made Chutney“ mitzunehmen. Damit hat man im Nu einen geschmacklichen Ausgleich auf den Teller gezaubert. Rezepte Frühlingshaftes Kräuter-Chutney Zutaten • 60 g Cashewnüsse • 30 g Kürbiskerne • 40 g Rucola (wahlweise mit Löwenzahn oder Portulak mischen) • 40 g gemischte andere grüne Kräuter (z.B. Basilikum, Koriander, Petersilie oder Kapuzinerkresse) oder auch frische gemischte Wildkräuter (z.B. Bärlauch, Sauerampfer oder Wiesenlabkraut) • ½ Peperoncini (je nach gewünschter Schärfe auch mehr) • Saft einer halben Zitrone • Etwas Salz • 2 EL Ahornsirup • Nach Wunsch: 1–2 EL Sauerrahm Zubereitung • Die Cashewnüsse und Kürbiskerne im Küchenkutter zerkleinern und in einer kleinen Rührschüssel bereitstellen. • Den Rucola und die restlichen Kräuter waschen, die Kerne der Peperoncini entfernen und alles im Küchenkutter fein hacken. Diese grüne Masse mit der Nussmischung vermengen. • Das Chutney mit Salz, Zitronensaft und Ahornsirup abschmecken – fertig! • Wenn man das

 

Entscheidend beim ayurvedischen Kochen ist, mit einer Mahlzeit möglichst alle Geschmacksrichtungen abzudecken. So sättigen wir nicht nur den Körper, sondern auch unsere Geschmacksnerven. Und das Verlangen nach (süßen) Naschereien bleibt tatsächlich aus.

Bloß beim Thema Schärfe bin ich noch gespalten. Mein Mann und ich lieben scharfes Essen. Besonders, wenn es eine frische Schärfe, wie die von Chili ist. Die Kinder dagegen mögen nicht einmal Ingwer. Daher bin ich dazu über gegangen den Ingwer in ganzen Scheiben hinzuzufügen, sodass ich ihn zum Verzehr herausfischen kann. Wenn die Kinder mit essen, lasse ich sogar die Chili weg. Das Chutney schmeckt trotzdem einfach fantastisch und ist ein super leichtes Essen für warme Frühlingstage zum Beispiel zu frischem Basmatireis.

Ayurvedisches Chutney mit Erdbeeren
…schmeckt super zu Basmatireis (ayurvedisch gekocht)

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Gerade jetzt bekommst Du manchmal im Gemüse-Regal schon etwas weichere Erdbeeren… Für so ein Chutney, sind die super und obendrein auch günstiger. Du kannst die Erdbeeren aber mit jeder beliebigen Frucht ersetzen. Im Kochkurs haben wir Mangos genommen. Ich habe es heute tatsächlich mit Cherry-Tomaten ausprobiert – und das war mal ein GENUSS! Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und noch einen positiven Effekt hat dieses Rezept: Du kannst Deinen Kindern Vitamine unterjubeln. Meine Jungs sind nicht immer so die Gemüse-Fans. Aber Obst zum Reis – da sagen sie nicht nein.

 

Ayurveda Frühlingskur: Entschlacken ist angesagt

Woher kommt eigentlich diese typische Frühjahrsmüdigkeit? Aus ayurvedischer Sicht häuft sich während des Winters im Körper das Kapha-Dosha. Zusätzlich stauen sich im Frühling noch besonders viele Stoffwechselschlacken, sogenannt Ama, an.

Dadurch entstehen dann die klassischen Symptome, die viele im Frühjahr verspüren, wie Lethargie, erhöhtes Schlafbedürfnis, wenig Appetit und eine Anfälligkeit für Erkältungen.

Um wieder neue Energie und Lebenskraft zu schöpfen, muss das aufgestockte Kapha besänftigt werden. Denn so befreien Sie sich von Ama und lassen die Müdigkeit und das Schweregefühl hinter sich.

Am besten geht das mit einer ganzheitlichen ayurvedischen Frühlingskur. Das bedeutet, dass neben der Ernährung auch Bewegung, Meditation und anregende ayurvedische Praktiken dazugehören. Nun zeigen wir Ihnen, wie das genau aussieht!

Ayurvedische Reinigungsmethoden für den Frühling

Starten Sie am besten jeden Tag gleich mit einer ayurvedischen Morgenroutine. Dazu trinken Sie nach dem Aufstehen als erstes ein Glas warmes Wasser. Je nach Geschmack können Sie das Getränk auch aufpeppen, etwa mit frischem Ingwer oder Curcuma.

Danach kommt das Ölziehen. Dazu nehmen Sie etwa 1EL Sesamöl in den Mund und bewegen es für ca. 5 Minuten in der Mundhöhle, bevor Sie es wieder ausspucken. Das reduziert nicht nur Ama, sondern aktiviert auch alle Sinne und bringt mentale Frische. Nach dem Ölziehen reinigen Sie die Zungenoberfläche mit dem Zungenschaber. Arbeiten Sie sich dabei einfach langsam von der Wurzel bis zur Spitze hin vor und schaben Sie sanft den Belag ab.

Um den Körper perfekt zu harmonisieren und von Ballast zu lösen, empfehlen wir Ihnen außerdem ein für Sie passendes Meditationsprogramm. Suchen Sie sich dabei einfach die Meditationstechnik aus, die Ihnen am meisten zusagt! Das erfrischt Körper und Geist und reichert Sie mit neuer Energie an.

Wie heißt es so schön: Nach dem Essen sollst du ruhen oder tausend Schritte tun. Deshalb, auch wenn es noch so verlockend ist: Verzichten Sie auf das Mittagsschläfchen und machen Sie stattdessen einen regelmäßigen, aber zügigen Spaziergang. Auch etwas Yoga am Morgen tut gut und gibt Energie für den bevorstehenden Tag. Wer dies dann noch mit der richtigen Ernährung kombiniert, kann seinen Körper effektiv von Schlacken befreien.

Ayurveda Ernährung für den Frühling

Im Ayurveda ist Ernährung etwas ganz Individuelles und sollte daher immer auf den persönlichen Konstitutionstypen abgestimmt sein. Generell sollten im Frühling aber leichte und gut verdauliche Speisen konsumiert werden, um das hohe Kapha-Dosha zu beruhigen. Achten Sie auch darauf, nur dann zu essen, wenn Sie auch wirklich Hunger haben und greifen Sie statt zu Zwischenmahlzeiten lieber zu einem reifen Stück Obst oder einem frisch gepressten Fruchtsaft.

Auch wenn es nicht leicht ist, überwinden Sie sich dazu, während der Entschlackungskur möglichst auf Fleisch, Süßigkeiten, Kaffee, Alkohol und fettreiche oder frittierte Speisen zu verzichten. Um Agni, das Verdauungsfeuer, besonders anzuregen, empfehlen wir, dem Essen feurige Gewürze beizumischen. Damit aktivieren Sie Ihren Stoffwechsel und sagen Ama Lebewohl. Hier ist unsere Top 3 der anregenden Gewürze: