Time for a new beginning

Heute breche ich auf zu Andreas Schwarz.

Andreas Schwarz, Ayurveda und Yoga

Für mich bedeutet dies, aufzubrechen zu etwas Neuem, etwas Wunderbaren. Vertiefung in die Ayurveda-Massage-Therapie, einen Schritt weiter gehen auf meinem Yoga Weg. Doch auch bedeutet dies für mich, mein gewohntes Umfeld wieder zu verlassen, aus meinen liebgewonnenen Alltagsroutinen für eine Weile auszusteigen.

Warum fällt uns dies manchmal so schwer? Warum können wir nicht einfach loslassen? Was hält uns fest?

Ich habe eine schöne Geschichte entdeckt, die ich passend zu dem Thema finde. Hierbei geht es um innere Überzeugungen und wie wir diese erkennen und dann verändern können. Das Unterbewusstsein beeinflusst zum größten Teil unsere Handlungen, das Bewusstsein nur einen kleinen Teil. Somit gilt es, die unterbewusst wirkenden Überzeugungen zu entschlüsseln und sich bewusst zu machen.

‚Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe Deiner Gedanken an‘. (Marc Aurel)

Stell Dir vor, Du sitzt in einem kleinen Segelboot auf dem Meer und möchtest zu einer Insel voller Gold segeln. Du weißt theoretisch auch, wie Du dorthin kommst. Allerdings segelt das Boot einfach nicht in die richtige Richtung. Immer wieder setzt Du das Segel und versuchst, in die richtige Richtung zu segeln, aber Du kommst einfach nicht dort an. Plötzlich stellst Du fest, dass an Deinem Segelboot ein Seil befestigt ist, das tief ins Wasser reicht. Du bist neugierig, wohin das Seil führt und tauchst hinunter. Viele hundert Meter unter dem Wasser siehst Du, dass das Seil an einem U-Boot befestigt ist. Völlig entrüstet steigst Du in das U-Boot und fragst den Kapitän: ‚Warum ziehst Du mich die ganze Zeit in die falsche Richtung?. Ich versuche seit Jahren zu der Schatzinsel zu fahren und frage mich die ganze Zeit, warum ich nicht ankomme?‘ Der Kapitän schaut Dich völlig verdutzt an und sagt: ‚Das verstehe ich jetzt nicht. Ich folge doch nur den Koordinaten, die Du mir selbst gegeben hast. Du hast gesagt: egal, was auch immer ich da oben auf meinem Segelboot will, folge immer diesen Koordinaten.‘

Was will uns diese Geschichte sagen? Das Unterbewusstsein ist das U-Boot, das Dich dorthin führt wie es Dein Bewusstsein, das Segelboot vorgibt. Die Koordinaten, die das U-Boot verwendet um ihnen zu folgen, hast Du, das Bewusstsein, über einen langen Zeitraum unbewusst angegeben und folgst ihm nun.

Um loszulassen und um neuen Koordinaten zu folgen, hilft es, das Unterbewusstsein zu entschlüsseln. Dich zu fragen: wieso zieht es mich in diese Richtung wobei ich doch eigentlich wo ganz anders hin möchte?

Stehen bleiben, die Kraft der Meditation nutzen, bewusst andere Wege gehen und aus der Komfortzone austreten, Gewohnheiten durch Neues ersetzen (auch wenn es nur ein anderes Frühstück oder ein Ausflug an einen Ort ist, an dem Du noch nicht warst, der Dir aber Kraft spenden wird). Dies sind unter anderem meine Wege die mir helfen, aus Routinen auszubrechen, um Neues zu wagen.

Vielleicht hat Dich diese kleine Geschichte inspiriert.

Gefunden habe ich sie im Buch ‚Mögest Du glücklich sein‘ von Laura Malina Seiler.

Nun geht es auf zu Andreas Schwarz, berichten werde ich Dir gerne über meine Erfahrungen dort.

 

Willkommensritual

Ich freue mich sehr heute mit Dir meinen ersten Blog Beitrag zu teilen.

Ich habe lange hin und her überlegt, was passend wäre und beim Langlaufen heute hier im wundervollen Allgäu kam mir die Idee, Dich zu einem Willkommensritual einzuladen. Einige unter euch werden dies schon kennen- haben wir dieses Ritual doch durchgeführt während des Yoga-Detox Workshops im September 2018.

Anleitung:

Lies Dir aufmerksam die folgende Anleitung durch damit Du weißt, wie Du während des Rituals ohne die Anweisungen zurecht kommst. Falls Du eine Person hast, die Dir die folgenden Strophen vorlesen kann, ist dies natürlich auch möglich. Du benötigst Zugang zu Youtube und eventuell einen Wecker, den Du auf 10, 20, 30 Minuten oder so lange setzt, wie Du das Ritual gerne ausführen möchtest. Das Video dauert insgesamt eine Stunde.

Such Dir ein ruhiges Plätzchen, mach alles aus, was Dich in den nächsten Minuten stören oder ablenken könnte und öffne dieses Mantra:
Maha Mrityunjaya Mantra

Nun setze oder lege Dich bequem hin und schließe Deine Augen. Konzentriere Dich
zuallererst für ein paar Momente auf Deine Atmung. Spüre, wie die Luft durch Deine Nase hinein- und wieder hinausströmt. Falls Gedanken auftauchen, nimm sie wahr doch versuche Dich nicht an ihnen fest zu halten. Du kannst Dir vorstellen, dass Wolken an Dir vorbei ziehen und Du Deine Gedanken auf diese Wolken setzt und die Wölkchen mit Deinen Gedanken weiterziehen. Betrachte Deine Gedanken nicht als etwas Störendes und versuche auch nicht krampfhaft sie auszuschalten, sondern starte sie liebend anzunehmen. Falls der Gedankenstrom trotz Wölkchen nicht aufhören will dann bitte Deine Gedanken vor der Tür auf Dich zu warten. Du holst sie ab, sobald Du sie wieder benötigst.

Nun starte langsam, Deine Aufmerksamkeit weg vom Atem auf das Mantra zu lenken. Lass das Mantra in all seinen Tönen und Schwingungen auf Dich wirken.

Wie klingt es?
Was fühlst Du?

Fühlst Du die Kraft, die Stärke, die Schönheit, eventuell sogar eine auf Dich heilende Wirkung?

Wiederhole in Gedanken die Worte:
oṃ tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt

***

ॐ त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धं पुष्टिवर्धनम ्‌ ।
उवाधरुकष्टमव बधनान्मृत्योमुधक्षीय माऽमृतात ्‌ ।

Wann immer Dein Wecker klingelt oder Du von selbst wieder zurück kommst, lausche zuerst wieder Deinem Atem. Vertiefe ihn. Dann erinnere Dich daran, wo Du bist, spüre die Kleidung auf Deiner Haut, den Kontakt Deines Körpers zur Erde. Starte mit langsamen Bewegungen:
Bewege Deine Hände und Deine Füße und strecke Dich noch einmal aus. Das Willkommensritual ist beendet.

***

Wenn Du möchtest, erinnere Dich im Laufe des Tages oder auch in den nächsten Tagen immer wieder an dieses Mantra.

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Meine Verbindung zu dem Mantra:

Ich persönlich habe dieses Mantra im Sivananda Ashram in Australien kennen gelernt während einer Zeremonie: circa 80 Menschen saßen im Kreis, vor uns das Feuer, eine verschleierte Frau hielt eine Rosenkranzkette in ihren Händen. 108 Perlen. Je Perle haben wir das Maha Mrityunjaya Mantra ein Mal gesungen. Es ging eine unglaubliche Energie im Raum umher, es hat fast vibriert. Ich hatte so etwas noch nie erlebt. Ich war wie gebannt, habe in die Flammen geschaut und gesungen. Immer wieder habe ich Shiva, meinen guten, alten Freund den ich dort kennen gelernt habe, nach der Bedeutung des Mantras gefragt.

„Don’t ask little girl, feel it.“
Bedeutung des Mantras:

  • Öffnen für eine höhere Bewusstseinsebene
  • Heilung von und Schutz vor Krankheiten und Unfällen, Segen vor Reisen
  • Loslassen von alten Mustern, von Anspannung, von Dingen, die wir nicht mehr benötigen
  • Spirituelle Reifung
  • In Hinsicht auf Verstorbene wird es rezitiert, damit der Verstorbene die irdische Verhaftung loslassen und sich Öffnen kann für den Übergang in die Höhere Welt
  • Samadi/ Erreichen der höchsten Befreiung

 

Ich hoffe, das Mantra und die kleine Zeremonie haben Dir gefallen.

Bis ganz bald ❤

Deine Anna

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Dieses Bild entstand in Goa, Indien